Feiertage in Deutschland im Jahr 2026

UrlaubDatumBundesländer
Neujahr in Deutschland01.01.2026 (Donnerstag)Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen
Heilige Drei Könige6. Januar 2026 (Dienstag)Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt
Internationaler Frauentag8. März 2026 (Sonntag)Berlin und Mecklenburg-Vorpommern
Karfreitag in Deutschland03.04.2026 (Freitag)Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen
Ostersonntag in Deutschland5. April 2026 (Sonntag)Brandenburg
Ostermontag in Deutschland06.04.2026 (Montag)Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen
Tag der Arbeit in Deutschland01.05.2026 (Freitag)Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen
Christi Himmelfahrt in Deutschland14. Mai 2026 (Donnerstag)Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen
Dreifaltigkeit in Deutschland24. Mai 2026 (Sonntag)Brandenburg
Dreifaltigkeit in Deutschland25. Mai 2026 (Montag)Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen
Fronleichnam in Deutschland04.06.2026 (Donnerstag)Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland
Augsburger Friedensfestspiele 08.08.2026 (Samstag)Bayern
Mariä Himmelfahrt in Deutschland 15.08.2026 (Samstag)Bayern und Saarland
Weltkindertag in Deutschland20.09.2026 (Sonntag)Thüringen
Tag der Deutschen Einheit3. Oktober 2026 (Samstag)Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen
Reformationstag in Deutschland31. Oktober 2026 (Samstag)Alle Länder
Allerheiligen in Deutschland1. November 2026 (Sonntag)Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland
Buß- und Bettag in Deutschland18. November 2026 (Mittwoch)Sachsen
Weihnachten in Deutschland25. Dezember 2026 (Freitag)Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen
Zweiter Weihnachtsfeiertag in Deutschland26. Dezember 2026 (Samstag)Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen

Im Jahr 2026 wird es in Deutschland 20 gesetzliche Feiertage geben.

Neujahr in Deutschland

In der westlichen Kultur wird Neujahr traditionell am 1. Januar gefeiert und ist sowohl im christlichen als auch im juristischen Sinne ein Feiertag. Dieser Tag unmittelbar nach Neujahr dient der besinnlichen Rückschau auf das vergangene Jahr und der Vorfreude auf das neue Jahr. Interessant ist, dass die alten Römer bereits 153 v. Chr. den Neujahrstag auf den 1. Januar legten und lediglich das schwäbisch-alemannische „Hochneujahr“ auf den Dreikönigstag datierte.

Was ist der Ursprung der Neujahrstradition?

Neujahr wird in fast jeder Tradition und Kultur gefeiert. Die Art und Weise der Feier sowie das Datum variieren. Hierzulande hat der Ursprung des Neujahrsfestes keinen religiösen Charakter. Im alten Rom wurde an diesem Tag zunächst der Magistrat von Hand zu Hand weitergegeben, später feierten auch die Bürger den Beginn des neuen (offiziellen) Jahres.

Das Christentum adaptierte das Neujahrsfest auf vielfältige Weise. Um 700 gab es erste Versuche, es als Marienfest zu etablieren, die jedoch an der wachsenden Bedeutung von Feiertagen wie Mariä Himmelfahrt scheiterten. Später wurden die Beschneidung und die Namensgebung Jesu gefeiert, ein Brauch, der auch in der lutherischen Kirche praktiziert wurde.

Wie wird Neujahr gefeiert?

Silvester wird in Deutschland ganz unterschiedlich gefeiert. Obwohl an Silvester traditionell Feuerwerk und Böller gezündet werden, geht es am Neujahrstag ruhiger zu. Zu den kulinarischen Traditionen gehört das Essen eines Krapfens oder Berliners. Es ist auch üblich, sich an Silvester oder am Neujahrstag gegenseitig ein frohes neues Jahr zu wünschen und Freunde und Verwandte dazu einzuladen. Zu den Neujahrsbräuchen gehört auch das Verschenken kleiner Glücksbringer wie Kleeblätter, Hufeisen, Pfennige oder Centmünzen. Linsensuppe ist schließlich ein beliebtes und oft gegessenes Klassikergericht an Silvester und Neujahrstag. Einzelne Linsen symbolisieren Goldmünzen, und je mehr dieser leckeren Hülsenfrüchte man isst, desto mehr Wohlstand wird man haben. Last but not least: die Neujahrsansprache der aktuellen Bundeskanzlerin, die am Vorabend im Fernsehen übertragen wird.

Dreikönigstag

Der Dreikönigstag ist ein gesetzlicher Feiertag in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt. Allerdings ist der Dreikönigstag, wie er im christlichen Kontext genannt wird, auch in anderen deutschen Bundesländern ein religiöser Feiertag. Interessanterweise wird er in manchen Traditionen als Neujahrstag gefeiert. Darüber hinaus ist der 6. Januar nach dem julianischen Kalender, der bis 1582 galt, auch Weihnachten (und damit Weihnachten in orthodoxen Kirchen).

Was ist die Grundlage für die Feier des Dreikönigsfestes am 6. Januar?

Der 6. Januar war bereits in der griechisch-römischen Zeit des Alten Ägypten ein besonderer Feiertag und wurde früher dem Sonnengott Äon gewidmet. Als christliches Dreikönigsfest wurde dieses Datum bereits im 2. Jahrhundert gefeiert und ersetzte bald heidnische Riten. Die Heiligen Drei Könige spielten in der westlichen Kirche erst eine Rolle, als der 6. Januar der Anbetung der Heiligen Drei Könige gewidmet wurde.

Die historischen Heiligen Drei Könige waren vermutlich keine Könige, sondern vielleicht Astrologen. Auch die Namen Caspar, Melchior und Belsazar wurden erst im 6. Jahrhundert erwähnt, ebenso wie die angeblichen Geschenke bei Jesu Geburt, nämlich Weihrauch, Myrrhe und Gold.

Welche Bräuche gibt es am Dreikönigstag in Deutschland?

Das Dreikönigsfest wird mit verschiedenen Bräuchen gefeiert, allen voran mit den Sternsängern, die in katholischen Regionen von Haus zu Haus ziehen und den Segen C+M+B (Christus Mansionem Benedicat, also Christus segnet dieses Haus) sowie die entsprechende Jahreszahl hinterlassen.

Eine weitere Tradition ist das Hohe Neujahr, bei dem der Jahreswechsel auf das Fest der Heiligen Drei Könige verlegt wird. Dies ist besonders im schwäbisch-alemannischen Raum verbreitet. In diesem Kulturraum beginnt auch traditionell am Dreikönigstag der Karneval.

Fakt ist, dass am 6. Januar die zwölf Raunächte enden und damit die magische Zeit.

Mancherorts trinkt man am Vorabend des Dreikönigstags Bier, um Kraft zu tanken. Besonders beliebt ist dieser Brauch in Oberfranken und Umgebung.

Schließlich weihen einige Kirchen am Dreikönigstag Wasser und Salz und erinnern damit an die Taufe Jesu. Ein weiterer kulinarischer Brauch ist der Königskuchen, in den eine Münze oder Bohne eingebacken wird, oder der süddeutsche Brauch, einen Löffel Sampermilli oder Perchtmilch zu trinken.

Internationaler Frauentag

Es war eine Sensation, als Berlin als erstes deutsches Bundesland den Internationalen Frauentag zum gesetzlichen Feiertag erklärte. Seither bleiben am 8. März jährlich Geschäfte geschlossen, Schulen und Behörden geöffnet. Die deutsche Hauptstadt hatte damit eine Vorreiterrolle innerhalb Deutschlands, denn auch in zahlreichen afrikanischen und asiatischen Ländern – von Angola über Kasachstan bis Vietnam – ist der Internationale Frauentag ein gesetzlicher Feiertag. Besonders markante Beispiele sind Russland, die Ukraine und China, wo Frauen zumindest einen Nachmittag frei haben. Vergleiche mit dem Muttertag sind angesichts des hochpolitischen Charakters des Internationalen Frauentags schlichtweg unangebracht.

Was ist der Internationale Frauentag?

Der Internationale Frauentag sollte ursprünglich die Gleichberechtigung und das Frauenwahlrecht feiern und existiert seit 1911. Die Idee dazu stammte von der Sozialistin Claire Zetkin, nachdem es einige Jahre zuvor in den USA eine ähnliche Initiative gegeben hatte. Der 19. März wurde zunächst bewusst als Datum gewählt, um eine Verbindung zum revolutionären 18. März 1848 herzustellen. In den Anfangsjahren stand ausschließlich der Kampf um das Frauenwahlrecht im Mittelpunkt. Nachdem dieses Ziel erreicht war, etablierten sich je nach Land unterschiedliche Themen. Die Vereinten Nationen bieten mittlerweile eigene Veranstaltungen an.

Geschichte des Urlaubs

Die Geschichte des Internationalen Frauentags reicht bis vor den Ersten Weltkrieg zurück und wurde vor allem von deutschen Sozialisten und Sozialdemokraten sowie dem russischen Revolutionär Lenin populär gemacht. Lenin soll das Datum 1921 auch auf den 8. März festgelegt haben, obwohl dies als historische Tatsache umstritten ist.

Sicher ist, dass der 8. März in der Weimarer Republik von den Kommunisten als Internationaler Frauentag angesehen wurde und Themen wie legale Abtreibung, Arbeitszeiten und Löhne im Vordergrund standen. Die Nationalsozialisten verboten den Internationalen Frauentag und erfanden stattdessen den Muttertag. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der Frauentag in der DDR bald wieder eingeführt, während die Bundesrepublik Deutschland und insbesondere viele Feministinnen gegen die Idee kämpften, den Tag als eine Art „Täuschung“ kritisierten und seine Abschaffung forderten und fordern. 1975 erklärten die Vereinten Nationen das „Internationale Jahr der Frau“ und veranstalteten am 8. März eine Feier. Seitdem wird das Datum immer wieder genutzt, um Diskriminierung und mangelnde Gleichberechtigung zu kritisieren. Seit 1990 wird der Internationale Frauentag hauptsächlich in Ostdeutschland gefeiert, erste Ansätze gibt es auch in anderen europäischen Ländern wie Österreich, Spanien und der Türkei. 

Wie wird der Internationale Frauentag gefeiert?

Der Internationale Frauentag ist kein Feiertag im herkömmlichen Sinne. Vielmehr geht es um politische Forderungen und den Wunsch nach Gleichberechtigung von Mann und Frau. Dementsprechend wird vor allem soziale Ungerechtigkeit angeprangert und es finden entsprechende Kundgebungen statt. Organisiert werden sie unter anderem von Gewerkschaften, einigen politischen Parteien und manchmal auch von staatlichen Organisationen wie Ministerien oder Stadträten.

Karfreitag in Deutschland

Karfreitag folgt auf Gründonnerstag und geht Ostern voraus. Er gehört bereits zum Triduum Sacrum, den Osterfeiertagen. Der Termin berechnet sich nach dem Osterdatum, das auf den ersten Vollmond nach Frühlingsbeginn am 21. März fällt. Entsprechend dem Mondzyklus wiederholen sich bestimmte Daten alle 19 Jahre. Karfreitag ist der höchste evangelische Feiertag und in Deutschland bundesweiter gesetzlicher Feiertag. Zudem gilt ein strenges kirchliches Fastengebot. Er erinnert an die Kreuzigung Jesu.

Was ist der Ursprung des Karfreitags?

Der Name Karfreitag enthält das althochdeutsche Wort „kara“, was Weinen oder Trauern bedeutet. Es ist daher nicht verwunderlich, dass der Feiertag in Stille begangen wird. Anlass für dieses Weinen oder Trauern ist die Kreuzigung und der Tod Jesu, wie sie in den Evangelien beschrieben werden. Karfreitag ist seit dem 2. Jahrhundert als Fastentag bekannt, wie die Werke des römischen Kirchenhistorikers Tertullian belegen.

Was passiert am Karfreitag?

Die meisten Bräuche und Veranstaltungen am Karfreitag finden im kirchlichen Kontext statt. In der katholischen Kirche gibt es keine Heilige Messe, sondern eine Art Andacht, die meist für 15:00 Uhr angesetzt ist. Dies ist die „neunte Stunde“, in der Jesus nach dem damaligen römischen Kalender am Kreuz starb und die dieser Uhrzeit entspricht. Der Altar wird am Karfreitag nicht geschmückt, und auch die Glocken verstummen. Manchmal ersetzen Glocken Rasseln und Glockenspiel und betonen so die heimlich traurige Natur des Tages.

Welche Bräuche prägen den Karfreitag?

Regionale Bräuche variieren. So finden in manchen Kirchen am Karfreitag Kreuzwege und Prozessionen statt. Bekannt sind diese in Bad Cannstatt, Lauter am Main und Menden im Sauerland. In evangelischen Gemeinden wird am Karfreitag häufig Fisch gegessen. In Berlin-Mitte organisiert die evangelische Kirche seit 2009 eine ökumenische Prozession.

In Theatern und Opernhäusern ist das Angebot möglicher Aufführungen in den meisten Bundesländern eingeschränkt, auch Tanzveranstaltungen sind untersagt. Zudem sind öffentliche Veranstaltungen in Lokalen mit Getränkeausschank grundsätzlich nicht gestattet.

Eiern, die Hühner am Karfreitag legen, werden magische Kräfte nachgesagt. In Schwaben wurden diese Eier deshalb oft zu einem Kuchen gebacken, um die Kraft der Liebe zu stärken. Schulkinder bekamen zum Karfreitagsei auch das Alphabet mitgegeben oder die Eier wurden zum Schutz vor Feuer in Schornsteine ​​und Dachrinnen gelegt.

Ostersonntag in Deutschland

Auf Ostern folgen die Osternacht, also Karfreitag, und der Karsamstag. Zusammen bilden diese drei Tage das sogenannte Triduum Sacrum, das mit dem Abendmahl am Gründonnerstag beginnt. Ostern gilt als das höchste Fest des Christentums, obwohl die drei Tage des Triduums liturgisch gesehen ein einziges großes Fest darstellen. Das Datum orientiert sich am sogenannten Lunisolarkalender. Vereinfacht gesagt fällt Ostern immer auf den Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond bzw. nach der Tagundnachtgleiche. Die Bedeutung von Ostern zeigt sich auch darin, dass sich Karneval, Fasching, Christi Himmelfahrt und Pfingsten nach dem Datum richten.

Was wird an Ostern gefeiert?

Ostersonntag ist der erste Tag nach der Auferstehung Jesu aus dem Grab. Der Begriff leitet sich oft vom althochdeutschen Wort „austro“ ab, was Morgendämmerung bedeutet. Es könnte sich also entweder um eine Adaption eines germanischen Frühlingsfestes handeln oder um ein Gedenken an das leere Grab Jesu, das laut dem Markusevangelium frühmorgens, also im Morgengrauen, entdeckt wurde. Eine andere Deutung verbindet Ostern mit dem nordgermanischen Wort „ausa“, was „Ausgießen“ bedeutet. Diese Erklärung bezieht sich auf das Ritual der Taufe, das oft an Ostern stattfindet.

Dem Evangelium zufolge überwand Jesus den Tod und stand am Morgen des Ostersonntags leibhaftig von den Toten auf. Dies geschah am dritten Tag nach seiner Kreuzigung. Das Datum des Ostersonntags, auch Passahfest genannt, wurde erstmals 325 auf dem Konzil von Nicäa offiziell festgelegt.

Wie wird Ostern gefeiert?

Ostern wird in allen Kirchen gleich gefeiert. In vielen Fällen findet in der Osternacht auch die Auferstehungsfeier statt, und die sogenannten Osterlichter werden angezündet. Die Fastenzeit endet, und in der katholischen Kirche spricht der Papst den traditionellen Segen „Urbi et orbi“ (Der Stadt (in diesem Fall Rom) und der ganzen Welt). In der Osternacht oder sogar an Ostern zieht die Osterkerze in die katholischen Kirchen ein und verbreitet ihr Licht.

Bräuche am Ostersonntag

Wie kaum ein anderer Feiertag ist Ostern mit Traditionen verbunden. Allen voran ist es sicherlich die deutschlandweite Tradition des Eiersuchens. Vor allem Kinder suchen dabei auf der Straße nach bemalten Eiern, kleinen Geschenken und Süßigkeiten, die der Legende nach der Osterhase versteckt hat. Die Eier und Süßigkeiten landen meist in einem sogenannten „Osternest“, einem Teller oder Korb.

Ein alter Brauch ist der Verzehr des Passahlammes. Diese Tradition hat ihre Wurzeln im jüdischen Passahfest und würdigt auch die Tatsache, dass Jesus oft als „Lamm Gottes“ bezeichnet wurde. Das Lamm (in Form eines Fladenbrotes) gilt als Symbol des Lebens und des Sieges über den Tod.

Erwähnenswert sind außerdem die Osterfeuer, die am Abend des Karsamstags entzündet werden, und das Osterwasser. Letzteres gilt als Symbol der Fruchtbarkeit und bezeichnet das geweihte Taufwasser aus der Osternacht. Auch das Baden junger unverheirateter Frauen in einem fließenden Bach am Morgen des Ostersonntags kann als Osterwasserbrauch gelten.

Schließlich ist spätestens seit Goethes Faust auch der Osterspaziergang ein beliebtes Ritual und dient der Begrüßung des Frühlings.

Ostermontag in Deutschland

Ostermontag ist in ganz Deutschland ein gesetzlicher Feiertag. Interessanterweise ist dieser Tag zwar eng mit dem vorangehenden Ostersonntag verknüpft, gehört aber nicht mehr zum christlichen „Triduum“. Vielmehr handelt es sich um ein Überbleibsel einer Festzeit, die vor dem Mittelalter zwei Wochen dauerte, vom Palmsonntag bis zum Dreifaltigkeitssonntag.

Auf welche Tradition geht der Ostermontag zurück?

Der Ostermontag ist vergleichbar mit dem zweiten Weihnachtsfeiertag oder der Dreifaltigkeit und somit der sogenannte zweite Feiertag. 1642 führte Papst Urban VIII. das „Triduum der Auferstehung“ von Sonntag bis Dienstag ein, zusätzlich zum damals bestehenden „Triduum der Passion“, bestehend aus Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag. Auch der Dienstag war in den Jahren zuvor ein Feiertag gewesen, wurde aber bald wieder abgeschafft.

Aus christlicher Sicht erzählt der Ostermontag die Geschichte der Auferstehung aus der Perspektive der Jünger auf dem Weg nach Emmaus. Auf dem Rückweg von Jerusalem nach Emmaus trafen sie einen Mann, den sie spät als den auferstandenen Jesus erkannten und der sie überzeugte, nach Jerusalem zurückzukehren, um die Auferstehung zu verkünden.

Welche Bräuche prägen den Ostermontag?

Im Vergleich zu den Vortagen ist der Ostermontag deutlich weniger traditionsreich. In Süddeutschland findet vielerorts die Emmausprozession statt, die mancherorts auch Feldumgang genannt wird. In Traunstein findet der Georgiritt mit rund 500 Pferden statt, der in kleinerem Rahmen auch in Effeltrich in der Fränkischen Schweiz und im oberbayerischen Geldenstein Tradition hat.

Erwähnenswert sind außerdem die seit 1738 im fränkischen Remlingen ausgetragenen Eierrennen und die Eierlagen-Eierrennen in Schöneich. Diese Rennen reichen bis ins Jahr 1500 zurück und locken zahlreiche Besucher in das Eifeldorf.

Tag der Arbeit in Deutschland

Der 1. Mai ist nicht nur in Deutschland, sondern auch in mehreren anderen Ländern ein gesetzlicher Feiertag. Er wird auch „Tag der Arbeit“ genannt und gilt als einer der wichtigsten nichtchristlichen Feiertage. Die Tradition geht auf das 19. Jahrhundert zurück, genauer gesagt auf das Jahr 1890, und die Einführung des 1. Mai als gesetzlicher Feiertag geht auf das Jahr 1933 zurück. Davor lag jedoch bereits eine turbulente und sehr politische Geschichte.

Die Geschichte des 1. Mai als Tag der Arbeit

Die besondere Bedeutung des 1. Mai ergibt sich daraus, dass er im angloamerikanischen Raum seit jeher der sogenannte „Moving Day“ ist. Früher wurde dieses Datum häufig genutzt, um den Tag zu markieren, an dem Menschen ihren Arbeitsplatz oder sogar ihren Wohnort wechselten. In Australien fanden am 1. Mai 1856 die ersten Demonstrationen für den Achtstundentag statt, und in den USA wurde aus demselben Grund 1886 ein Generalstreik ausgerufen. In diesem Zusammenhang wurde auf dem Haymarket in Chicago eine berühmte Rede gehalten, die zu einem Generalstreik und, bekannt als „Haymarket Affair“, zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen Arbeitern und Polizei führte.

Als die Zweite Internationale 1889 gegründet wurde, gedachte man dieser Proteste, indem man den 1. Mai zum „Kampftag der Arbeiterbewegung“ erklärte. Ein Jahr später fanden auf der ganzen Welt Demonstrationen und Massenkundgebungen statt.

1. Mai in Deutschland

Im Deutschen Kaiserreich spielte der 1. Mai zunächst eine untergeordnete Rolle. Zu Beginn der Weimarer Republik versuchte vor allem die SPD 1919, den 1. Mai als nationalen Feiertag zu etablieren, was jedoch am Widerstand des bürgerlichen Lagers scheiterte. Erst die Nationalsozialisten erkannten dem 1. Mai den Status eines nationalen Feiertags zu, allerdings als „Tag der Arbeit“.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs blieb der 1. Mai bestehen und spielte insbesondere in der DDR als „Internationaler Kampf- und Festtag der Arbeiter für Frieden und Sozialismus“ eine wichtige Rolle. Auch in der Bundesrepublik Deutschland war der 1. Mai ein Feiertag, allerdings häufiger mit Demonstrationen verbunden.

Wie wird der 1. Mai gefeiert?

Der 1. Mai ist grundsätzlich ein politischer Feiertag. Dies spiegelt sich auch darin wider, dass Demonstrationen und weniger spezifische Bräuche in Deutschland üblich sind. Immer wieder kommt es im Berliner Bezirk Kreuzberg und im Hamburger Bezirk Schönefeld zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei, deren Intensität in den letzten Jahren jedoch deutlich abgenommen hat. Mancherorts werden bei Demonstrationen auch rote Nelken verteilt, auch hier ist jedoch eine Abnahme zu verzeichnen.

Unter den weniger politisch Interessierten ist die Walpurgisnacht meist 
wird mit einem „Tanz in den Mai“ gefeiert. An diesem Tag wird im Rheinland, aber auch in Teilen Bayerns und Schwabens sowie in einigen anderen Regionen ein Maibaum aufgestellt. Dieser wird dann ab dem 1. Mai einen Monat lang vor dem Haus des Verliebten oder mitten im Dorf stehen gelassen.

Schulferien in Deutschland 2026


Studienjahr 2025/2026
Studienjahr 2026/2027
BundesstaatWinterurlaubOsterferienHeilige DreifaltigkeitSommerferienHerbstferienWeihnachtsferien
Baden-Württemberg30. März – 11. April26.05 – 05.0630.07 – 12.0926.10 – 31.1023.12 – 09.01
Bayern16. – 20. Februar30. März – 10. April26.05 – 05.0603.08 – 14.0902.11 – 06.11, 18.1124.12 – 08.01
Berlin02.02 – 07.0230. März – 10. April, 15. Mai26.0509.07 – 22.0819.10 – 31.1023.12 – 02.01
Brandenburg02.02 – 07.0230. März – 10. April, 15. Mai26.0509.07 – 22.0819.10 – 30.1023.12 – 02.01
Bremen02.02 – 03.0223. März – 7. April15. Mai, 26. Mai02.07 – 12.0812.10 – 24.1023.12 – 09.01
Hamburg30.0102.03 – 13.0311.05 – 15.0509.07 – 19.0819.10 – 30.1021.12 – 01.01
Hessen30. März – 10. April29.06 – 07.0805.10 – 17.1023.12 – 12.01
Mecklenburg-Vorpommern09.02 – 20.0230. März – 8. April15., 22. – 26. Mai13.07 – 22.0819.10 – 24.10, 26.11 – 27.1119.12 – 02.01
Niedersachsen02.02 – 03.0223. März – 7. April15. Mai, 26. Mai02.07 – 12.0812.10 – 24.1023.12 – 09.01
Nordrhein-Westfalen30. März – 11. April26.0520.07 – 01.0917.10 – 31.1023.12 – 06.01
Rheinland-Pfalz30. März – 10. April29.06 – 07.0805.10 – 16.1023.12 – 08.01
Saarland16. – 20. Februar07.04 – 17.0429.06 – 07.0805.10 – 16.1021. Dezember – 31. Dezember
Sachsen09.02 – 21.0203.04 – 10.04, 15.0504.07 – 14.0812.10 – 24.1023.12 – 02.01
Sachsen-Anhalt31.01 – 06.0230. März – 4. April26.05 – 29.0504.07 – 14.0819.10 – 30.1021.12 – 02.01
Schleswig-Holstein02.02 – 03.0226. März – 10. April15.0504.07 – 15.0812.10 – 24.1021.12 – 06.01
Thüringen16. – 21. Februar07.04 – 17.0415.0504.07 – 14.0812.10 – 24.1023.12 – 02.01